Grußwort  Alexander Mazo, Präsident der IKG Schwaben-Augsburg. Einweihung der Gedenktafel am 30.06.2019

Grußwort Alexander Mazo, Präsident der IKG Schwaben-Augsburg. Einweihung der Gedenktafel am 30.06.2019

„An die jüdischen Menschen
                                                                                                      aus Augsburg und Schwaben,
                                                                                                      die in den Jahren 1933-1945
                                                                                                      vom Naziregime verfolgt,
                                                                                                      vertrieben und umgebracht
                                                                                                      wurden“

Einweihung der Gedenktafel am 30.06.2019

Grußwort
Alexander Mazo, Präsident der IKG Schwaben-Augsburg

Sehr geehrte Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Frau Roth,sehr geehrte Frau Dr. Staudinger, sehr geehrter Herr Stadtrat Jäckel, sehr geehrter Herr Bezirksheimatpfleger Dr. Fassl, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gemeindemitglieder und liebe Freunde, seien Sie alle herzlichst begrüßt und vielen Dank, dass Sie sich am heutigen Sonntag Zeit nehmen, um mit uns zusammen dieses für uns sehr wichtige Ereignis zu begehen.

Sehr geehrte Frau Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Roth,

im Namen des Vorstands der Israeltischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg danke ich Ihnen verbindlich für Ihr Kommen, Ihre Zeit, Ihre Bereitschaft heute zu den Anwesenden zu sprechen und Ihre ständige Nähe zu unserer Gemeinde.

Sehr geehrter Herr Bezirksheimatpfleger Dr. Fassl, sehr geehrter Herr Stadtrat Jäckel,
über Ihre Anwesenheit als Repräsentanten des Bezirks und der Stadt freuen wir uns sehr und danken Ihnen dafür herzlich, dass Sie diesen Termin trotz der Kurzfristigkeit der Einladung, noch in Ihre Kalender aufnehmen konnten und die Ansprachen übernommen haben.

Sehr geehrte Frau Dr. Staudinger,
Sie begrüße ich herzlich als Direktorin des Jüdischen Museums und danke Ihnen und Ihrem Team für Ihre Arbeit. Sie pflegen das Erinnern, setzen sich gegen den Antisemitismus ein und bewahren das historische Gut des jüdischen Volkes für die Generationen der Zukunft.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

vor circa sechs Jahren, auf Initiative des Vorstands der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg, begann der lange Weg für ein visuelles öffentliches Gedenken der jüdischen Menschen aus Augsburg und Schwaben, die während der Herrschaft der Nationalsozialismus verfolgt, verhaftet, eingesperrt, gequellt und ermordet wurden. Wir sprechen von fast 700 Frauen, Kindern und Männern, denen alle ihre Bürgerrechte, ihr Hab und Gut und vor allem ihre Würde entzogen wurde. Wir sprechen von den Einzelpersonen und von den ganzen Familien, deren Spur für immer in Dachauer Luft verschwand. Aber nicht für uns.

Es war mir persönlich sehr wichtig, das Gedenken unserer Augsburger Jüdinnen und Juden innerhalb unserer Gemeinde zu bewahren und dieses auch zum öffentlichen Ausdruck zu bringen: Für uns, für unsere Gäste, für die Besucher des Jüdischen Museums und für die, die nach uns kommen.

Für mich trägt diese Tafel eine doppelte Bedeutung: Einerseits soll sie an jede einzelne ermordete Seele erinnern und andererseits ist sie auch ein Appell gerichtet an alle, die es noch nicht wissen oder auch nicht glauben wollen, wie viel seelischen und physischen Kummer unschuldige Menschen erfahren mussten.

Umso wichtiger ist für mich Ihre Anwesenheit, sehr geehrte Damen und Herren, die ich als ein Zeichen der Solidarität und der Abneigung der Ungerechtigkeit und des Bösen betrachte.

Ich nutze den Anlass des heutigen Tages auch gerne dafür, um allen denjenigen zu danken, die sich für die Entstehung der Gedenkbänder einsetzen, die in der unmittelbaren Nähe der Wohnhäuser angebracht werden, die seinerzeit von jüdischen Bürgern und Bürgerinnen bewohnt wurden.

Sehr geehrter Herr Dr. Haindl,

Ihnen (Herrn Dr. Georg Haindl) gilt unser besonderer verbindlicher Dank für Ihre regelmäßige finanzielle Unterstützung unserer Projekte. Auch dieses Mal haben Sie maßgeblich zur Entstehung der Gedenktafel beigetragen. Vielen herzlichen Dank.

Sehr geehrte Damen und Herren der Unteren Denkmalschutzbehörde, liebe Frau Kämpf und lieber Herr Mykhail Abramovytch, Ihnen danke ich herzlich für die erfolgreiche Zusammenarbeit und Ihren Beitrag zur Verwirklichung unseres gemeinsamen Vorhabens.

Sehr geehrter Herr Steinmetz Freyer,
Ihnen persönlich und allen Ihren Mitarbeitenden danken wir für die würdevolle Umsetzung des Konzepts.

Frau Olga Abdissa und Herrn Marjan Abramovisch gelten die Worte meiner Dankbarkeit für die würdevolle musikalische Umrahmung unserer Veranstaltung.

Ich freue mich sehr, dass es heute nun soweit ist und wir nach dem Rezitieren vom Trauerkaddisch durch den Gabaj Marjan Abramovitsch, die Gedenktafel an die jüdischen Menschen aus Augsburg und Schwaben, die in den Jahren 1933-1945 vom Naziregime verfolgt, vertrieben und umgebracht wurden, gemeinsam in stiller Erinnerung enthüllen.